Reiseberichte von Frauenkreuzfahrten

von Frau zu Frau

Du hast eine Frauenkreuzfahrt gemacht, dann freuen wir uns auf Tipps, Tricks und Hinweise, die für alle von Interesse sind.

 

ACHTUNG - ab sofort findet ihr alle meine Reiseberichte auf

www.ftkreuzfahrtspot.com

Mit ganz vielen Bildern und Insidertipps :-)

Wuderschönes Island
- Hafnafjördur

 

 

Der 31. Juli 2017 sollte ein traumhafter Tag werden.

Wir werden am Anleger in Hafnafjördur vom Autoverleiher abgeholt. Bei strahlendem Sonnenschein, um die 16 Grad warm, geht es dann ab über die 41 in Richtung A1, nach Selfoss. Von unwirklichen mit Flechten bewachsenen „Mondlandschaften“ bis zu tiefblauen Seen mit bunten Blumenwiesen sollte uns an diesem Tag alles begegnen. Der vulkanische Ursprung der Insel macht den Reiz und die Vielfalt dieser vielen Landschaftsbilder aus. Dazu die wunderbaren, entspannten, sehr freundlichen Menschen, die geduldig alle Fragen beantworten, Tipps geben, jederzeit weiterhelfen.

 

Wir fahren ab von der großen A 1 auf eine Seitenstraße Richtung Südküste und finden uns plötzlich in einem riesigen landwirtschaftlich genutzten Gebiet wieder. Es wird Heu gemacht und die riesigen Wiesen liegen wie Golfplätze mitten in der unwirklichen Vulkanlandschaft. Dazwischen Kühe, viele viele Islandpferde, Schafe und Kühe. Große Bauernhöfe mit Silos uns Landmaschinen wechseln sich ab mit kleinen Häuschen, umrahmt von Tannenbäumen, die den Eindruck erwecken, man wäre irgendwo in einem Alpental. Weit und breit aber keine Dörfer oder Siedlungen, nur Einzelgehöfte. Der Reiz der Landschaft liegt wohl auch in der unglaublichen Weite der Landschaft, die flach und überwiegend frei von hohen Gewächsen einen unglaublich weiten Blick ermöglicht auf Landschaft, Himmel, Berge und Meer. Dazu die vielen Grünnuancen. Bäume, Gras, Moose und Flechten, Gestrüpp … immer wieder anderes Grün, teil so farbintensiv, dass man an künstlichen Zuckerguss glaubt. Dazwischen viele Butterblumen, große Flächen von wilden Lupinen und weitere Wildblumen, die auch bei uns heimisch sind.

 

Plötzlich wieder das Meer in Sicht. Wir müssen zurück Richtung Selfoss. In Selfoss finden wir ein zauberhaftes kleines Kaffee für einen kleinen Zwischen-stopp. Lecker selbstgemachte Krapfen mit Sahne und dazu ein Capuccino. Macht schlappe 25 EUR J.

 

Hinter Selfoss beginnt eine wildere Landschaft, mit vielen Hügeln, dem riesigen Gletschern im Hintergund, der aussieht wie eine tiefstehende weiße Wolke und überall viel viel Wasser, das dann ja auch die herrlichen Wasserfälle bildet, die wir später sehen werden. Zunächst sehen wir nur die vielen kleinen Flüsschen, die munter spritzend und springend durch die Landschaft sprudeln und herrliche quicklebendige sprudelnde Wasserflächen bilden, umrahmt von grasgrünem Grün. Zauberhaft.

 

Wir kommen vorbei am großen Geysir. Hier stehen die Menschen in Scharen und warten, dass sich die nächste Fontaine in den Himmel erhebt und auf dem Foto festgehalten werden kann. Wir fahren vorbei, zu viele Menschen. Siehe Reisebericht 2016.

 

Wir wollen weiter hoch zum Gletscher, Eis anfassen. Wir passieren den Godafoss, der wohl bekannteste und auch wirklich beeindruckende Wasserfall Islands und fahren weiter auf einer Schotterpiste Richtung Gletscher. Doch dann ein Schild weiterfahrt für Normalfahrzeuge verboten. Nur noch Allrad und Landrover. Schade. Wir halten an und genießen die wunderbare weite Landschaft um uns herum. Der Ausblick scheint unendlich, die Steine zu unseren Füßen haben jegliche Form, Farbe und Zusammensetzung. Von porösen Lavaseinen bis zu dicken Felsbrocken ist alles dabei. Besonders entzückend, die winzigen lila Blümchen, die sich im Windschatten der Steine angesiedelt haben und wie ein bunte Tupfenteppich die Steine umrahmen. Der Untergrund ist seltsam weich, wie die schwarzen Schaukelunterlagen im Kindergarten.

 

Wir fahren weiter und wollen ein Stück an einem großen See entlang fahren, der in herrlichstem Blau unter uns liegt. Kaum von der großen Straße abgebogen, sind wir ganz alleine unterwegs. Nur wir, der herrliche See, bunte Blumen, beeindruckende Berge ringsum, und hinter jeder Kurve eine neue atemberau-bende Aussicht. Mitten im See, kleine und größere Inseln, eine sogar mit einer kleinen Kapelle.

 

Wir sehen ein Schild an der Straße das Interessantes verspricht. Über eine weitere Schotterstraße erreichen wir ein Höhlenhaus, wie es wohl früher recht gebräuchlich war. Eine passende Höhle im Berg wurde nach vorne mit Fenstern und Türen abgedichtet und dann ganz normal bewohnt. Auch für die Tiere, für handwerkliche Arbeiten und eine große Feuerstelle war Platz.

 

Hinter dem Höhlenhaus ein tiefer Einschnitt in den Berg, den wir ein Stück entlangklettern. Viele Gesteinsarten, Lavafeldflächen, Flechten und kleine Pflanzen wechseln sich hier ab.

 

Wir fahren weiter, nach einer der nächsten Kurven ein ulkiger Anblick. Hunderte bunter kleiner Zelte auf Wiesen verstreut. Es scheint eine Art Festival für Jugendliche zu sein. Emsiges Treiben überall und fröhliches Lachen.

 

 

Irgendwie haben wir eine Abfahrt verpasst und so wohl den ganzen See umrundet. Wir finden uns in Selfoss wieder. Jetzt aber zurück zum Schiff, wir wollen es ja nicht verpassen. Dank Navi im Handy kommen wir gut und schnell zurück und ein Taxi bringt uns vom Autoverleiher zum Hafen zurück.

 

 

 

 

Kochi/Indien


-  die Backwaters

 

Unser Boot gleitet ruhig durch die Backwaters. Es geht vorbei an kleinen Dörfern, vereinzelten Häusern, meist einfachere Bauten, dazwischen auch mal kleine Villen, dann immer wieder eine Kirche oder ein Tempel. An den Häusern immer große Gärten, alles unter Schatten spendenden Bäumen – nicht unwichtig, zeigte zum Beispiel an unserem Tag in den Backwaters bei Sonne und Bewölkung das Thermometer immerhin 37 Grad. Am Ufer verschiedenste Bepflanzungen, viele Kokospalmen, Mangobäume, die eine oder andere kleine Bananenplantage. Dahinter weite Reisfelder.

 

Am Kanal entlang beobachten wir ein reges Leben. Frauen im Garten, beim Waschen im Fluss, beim Kochen und Geschirrspülen, bei der Gartenarbeit. Männer beim Fischen, an den Fährbooten oder in Verkaufsständen. Kinder beim Spielen, oder auch beim Fischen. Oder einfach auch kleine Gruppen, die beieinander stehen und sich unterhalten, oder Spaziergänger. Es ist ja Sonntag; viele sind festlich gekleidet.

 

Überall sieht man eine herrliche, für uns ungewöhnliche Farbenfreudigkeit. Zu den vielen Grüntönen der Natur gesellen sich rosa, lila, weiß, grün, gelb oder himmelblau angemalte Häuser, natürlich immer in kräftigen Farben. Dazu die intensiven Farben der Kleidung, vor allem bei den Frauen.

Von unserem Guide erfahren wir, dass seit einiger Zeit fast alle Häuser an die Trinkwasserversorgung angeschossen seien. Wohlgemerkt Trinkwasser – nur das Wasser, das getrunken wird. Für alles andere gibt es die Flüsse und Kanäle.

Unser Guide erzählt vieles – und ich (Bernd) frage ihn immer etwas. Nicht immer ganz einfach, ihn zu verstehen, und sicherlich gehen viele Informationen an mir vorbei. Irgendwann spricht mich ein älterer Herr aus unserer kleinen Gruppe an und meint, er würde gar nichts verstehen, und plötzlich ist es fast die ganze Gruppe, die das rückmeldet. Unversehens werde ich gebeten, zu übersetzen. Kein einfaches Unterfangen. Nachdem ich unserem Guide schmunzelnd gesagt habe, dass er es sicher nicht einfach hat, mein deutsches Englisch zu verstehen, so wie es für mich auch nicht ganz einfach sei, sein indisches Englisch zu verstehen, klappt es einigermaßen.

Zeit, etwas über unser Boot zu erfahren. Etwa 15 Meter lang sei es, und wir würden etwa 5 Knoten fahren, meint unser Guide. Der Name für diese Schiffe sei Kettuvalam. Alle diese ungewöhnlich ausschauenden Schiffe hätten große Tradition; es seien alte Lastkähne, besonders konstruiert, ohne einen einzigen Metallnagel gebaut. Über Jahrzehnte seien es die Lastkähne gewesen, mit denen alles, was in den Backwaters geerntet wurde, zum Hafen transportiert worden sei. Fast wären diese Schiffe aus den Backwaters verschwunden, da der Transport auf die Straßen verlegt wurde – aber dann wären sie für den Tourismus wiederentdeckt worden. Die Aufbauten aus Kokos wurden auf die Kähne gesetzt, und dann wurden sie im Tourismus eingesetzt.

Unterwegs sehen wir noch einen anderen Bootstyp – ein unendlich lang aussehender Einbaum, an der Uferböschung im Gestrüpp abgestellt. Unser Guide erzählt, dass solche Boote alljährlich bei einem Fest eingesetzt werden. Auf dem Boot hätten einhundert Ruderer Platz (wobei ich jetzt nicht weiss, ob 100 nicht einfach die indisch-englische Zahl für „sehr viele“ ist), und mit diesen Booten würde bei dem Fest ein Wettstreit zwischen den Dörfern ausgetragen.

Hier leben die Menschen am Fluss bzw. dem Kanal und auf dem Fluss, wie man allenthalben spürt. Am Fluss die Häuser und Dörfer, am Ufer die Menschen, die das Wasser nutzen, und auch auf dem Fluss immer wieder Begegnungen – nicht nur andere Ausflugsboote, sondern Fährboote, mit denen vom einen Ufer ans andere übergesetzt wird, oder zu unserer Überraschung ein Hochzeitsboot: Ein mit Reisgras ausgeschmücktes Kanu mit einem jungen Paar, weiß gekleidet, der Mann am Ruder, die Frau an ihn gelehnt. Unser Guide meint, das sei Brauch nach einer Vermählung.
Wir fahren vorbei an blühenden Hyazinthen. Dann an der Uferböschung ein wildes Geschnatter: Unzählige Enten am Ufer und im Wasser, eine Entenfarm – an den Ufern der Backwaters werden auch Enten gezüchtet, wird uns berichtet.

Essenszeit. Es wird angerichtet. Fast alle trauen sich, etwas zu probieren; der Koch versichert, dass das Essen etwas für Europäer angepasst sei, nicht so „hot“ wie Inder es gerne essen würden. Es gibt gebratenen Fisch, ein Curry mit Huhn, aromatisierten Reis, verschiedene Gemüse. In einem der Töpfe entdecken wir auch die Drum Sticks, die wir auf einem der Gemüsetische bei den Sanyasins in Mumbai gesehen hatten. Neugierig gekostet – aber die anderen Gemüsesorten waren für unseren Geschmackssinn einfach leckerer. Diese grünen Drum Sticks waren einfach zäh und faserig, das hätten auch ausgekochte Drum Sticks eines Drummers sein können, nur mit ein wenig mehr Farbe. Sollen aber gesund sein, die Dinger … Aber insgesamt: Ein leckeres Essen, sicher so gekocht, dass es ein Europäer auf Ausflug in Indien als indisches Essen wahrnehmen konnte.

Immer weiter geht es durch die Kanäle, vorbei an Menschen, die weit geschäftiger sind als wir in unserem Ausflugsboot. Noch ein kurzer Halt in einem kleinen Dorf mit kleinen verwinkelten Gassen und einer unübersehbar großen christlichen Kirche. Dann geht es zurück mit dem Boot zum Ausgangspunkt.

Die Rückfahrt zum Schiff: Fast noch so etwas wie ein Abenteuer. Der indische Bus-Fahrer fährt, was das Fahrzeug bringt. Eine solche Beschleunigung hätte man dem Fahrzeug nicht zugetraut, auch nicht so gut greifende, laut quietschende Bremsen. Er will die halbe Stunde aufholen, die unsere Bootsfahrt anscheinend zu lange gedauert hat. Nach unserem Tag in Mumbai hätten wir nicht gedacht, dass man bei so dichtem Verkehr – nicht nur die Autos, sondern auch die Mopeds, Busse, Fußgänger, und alle irgendwie durcheinander – das alles noch toppen könnte. Die Frage beantwortet sich von selbst: Ja, es ist möglich, mit unserer Rückfahrt zum Schiff ist es bewiesen.

Unterwegs Fotos zu machen, kaum möglich. Ein paar wenige Schnappschüsse gelingen bei der Geschwindigkeit doch. Zum Beispiel von einer Straßenbaustelle – auf ein paar Kilometern Strecke wird die Straße verbreitert, mit wenigen Maschinen, dafür mehr Menschenkraft. Junge Frauen und Männer tragen Steine und Sand, verlegen Pflastersteine, graben Böschungen ab. Das Erstaunliche: Alle sind anscheinend gut gelaunt, lachen, unterhalten sich, und schleppen Lasten in großen Körben, die irgendwie nicht zu den kleinen schmalen Körpern passen möchte, und die man sich selbst so nie und nimmer zutrauen würde.

Unser Tag in Kochi ist zu Ende. Wir hätten Spaß daran gehabt, noch viel mehr zu entdecken – aber jetzt freuen wir uns auf unsere nächste Station. Es geht nach Goa.

 

 

Gästereise
Vieux Sinzig 2016

 

Flusskreuzfahrt auf 

der Rhone

mit 

Lydia Häufele

 

Am Abend erstes Kennenlernen auf dem Schiff beim ersten Abendessen an Bord. - Der slowenische Küchenchef  hat uns die ganze Woche über verwöhnt. Nach einer vormittäglichen Fahrt auf der Rhone das erste Ziel „Vivier“. Von dort aus startete unsere Busfahrt durch malerische Landschaft, die Berge hinauf, zur Lavendelfarm von Odil Tassi. Madame erwartete uns bereits am Tor, um uns zu begrüßen. Der herrliche Garten, das schöne Steinhaus und die Lavendelfelder verschmolzen zu einem harmonischen Landschaftsgemälde, an dem man sich nicht satt sehen konnte. Die Blütenbäume und die wärmende Sonne, sowie der gedeckte Picknicktisch machten das Ganze vollkommen.

 

Lavendel riechen - mehrere Sorten standen zur Wahl, schmecken – Lavendelsirup in Wein und Lavendelkekse, und verwenden – für Haut, Haar und in der Heilkunde, standen auf dem Programm.

Nach einem wehmütigen Abschied auf zum nächsten Ziel, der Trüffelfarm von Monsieur Ayme in Grignan. Der Bus parkte mitten auf der Wiese, nahe den kleinen neuen Eichensetzlingen, die – mit Trüffelsporen geimpft – in zehn Jahren zu einer neuen beerntbaren Trüffelplantage heranwachsen sollen.

Madame Ayme kam mit den Labradorhündinnen, um sie auf Trüffelsuche zu schicken. „Cherche le truffe… „ hieß die Anweisung – und es gelang. Dann hinein ins „Allerheiligste“. Hier werden jährlich viele Tonnen Trüffel aus der ganzen Region umgesetzt. Riesige Kühlschränke vollgepackt mit leckersten frischen Trüffeln, warten auf Abnehmer aus aller Welt. Die tagesaktuellen Preise zwischen 350 und 1000 Euro das Kilo!! Das Beste zum Schluss: Französisches Baguette mit frisch gehobelten Trüffeln, Olivenöl, Salz und Pfeffer. Dazu ein Glas Wein. Leckerschmecker!!!

 

 

Hier mein Reisebericht vom Dezember 2015
Kanarische Inseln und Karibik

Antigua – die freundliche Insel

 

Sonnenaufgang im Hafen von Antigua, wir werden mit Steeldrums begrüßt. Mit zwei Autos wird es auf Inseltour gehen – ein wenig Abenteuer, vor allem im Kleinbus. Links fahren, rechts lenken, Lenkrad-Schaltung, alle Anzeigen im Fahrzeug in japanischen Schriftzeichen. Internationale Karibik …

 

Quer über die Insel geht es zur „wilden“ Atlantikküste. Ganz im Norden der Insel liegt die Devils Bridge. Hier hat das Meer die Felsen so ausgespült, dass eine Naturbrücke entstanden ist. An der Strecke viele bunte Häuser, überall freundliche Menschen, die gerne Informationen geben, sollte man den Weg wieder mal nicht finden. Ein Straßenstand direkt an einem der Häuser, „Familienbetrieb“, es wird Mais gegrillt und verkauft – kleine Gespräche, das Baby vorgestellt, ein paar Infos zum Garten, ein paar Maiskolben gegessen. Es geht weiter.

 

Wenige Straßen, und doch kaum Orientierungsmöglichkeiten. Eine wichtige ist für uns eine knallig-rosa Kirche, die an einer Gabelung steht und die jeder kennt. Von hier aus fahren wir in den Regenwald, und wie es der Zufall oft so will: An der Straße steht „Galerie“, wir halten an, und finden nicht nur eine Künstlerin, sondern einige freundliche Menschen mit einem großen tropischen Garten, die uns durch ihr Grün führen – uralte riesige Bäume, Bananen, Mangos, Sauerfrüchte, Ananas, Avokados, Papaya, Passionsfrüchte und mehr. Der beste Guide, der mit uns unterwegs war und sich bestens auskannte: Ein etwa 9-jähriger Junge, der hier mit seinen Eltern lebt.

 

Nach einem kurzen Abstecher zur Hauptsehenswürdigkeit, dem English Harbour, mit Nelson’s Dockyard, der bedeutendsten Flottenbasis der Engländer aus dem beginnenden 18. Jahrhundert, geht es an einen der vielen Strände. Palmen, Sand, Meer in verschiedensten Blautönen, sanfte Wellen.

 

St. Kitts – Vulkan-Insel mit Zuckerrohr-Vergangenheit

 

Ein wunderhübsches kleines Eiland mit einer Straße rundherum, man kann sich also nicht verfahren. Die Insel macht einen aufgeräumten Eindruck. Viele schmucke gepflegte Häuschen mit Gärten, in denen alles für den täglichen Bedarf angebaut wird.

 

Wir beginnen unsere Kleinbustour in Richtung Süden. Bereits nach 10 Minuten das erste Highlight. Auf mehreren Bäumen sitzen hunderte von großen weißen Vögeln, wahrscheinlich deren Schlafbäume. Sie streiten um die besten Plätze und machen ein ordentliches Geschrei.

Wenig später die erste Kirche, die von den Briten auf den Antillen gebaut wurde. Auf einem Hügel, davor der Friedhof, thront sie majestätisch zwischen Palmen und zeugt von großer Frömmigkeit. Das kleine Dorf drumherum ist sehr ursprünglich. Eine ältere Dame, die in einem der typischen kleinen bunten Häuser wohnt, zeigt uns ihren Brotfruchtbaum und erklärt, was man alles daraus zubereiten kann. Schräg gegenüber befindet sich das älteste Gebäude der Insel, ein verwittertes Holzhaus. Überall sieht man geschäftiges Leben und nette Menschen, die gerne Auskunft geben.

 

Der nächste Stopp, ein verwunschener Garten mit den Ruinen eines alten Herrenhauses. Begrüßt werden wir von scheuen aber auch neugierigen kleinen Äffchen, die blitzschnell die Position wechseln.

Nach wunderschönen Aussichten und der Fahrt an der Küste entlang die Ruinen einer alte Zuckerrohrfabrik mit den alten Fabrikationshallen und den Wohnungen der Arbeiter, mitten in der Anlage das Herrenhaus. Rundumblick – Meer, Wiesen, Vulkan. Viele schöne Fotomotive und die ersten Cherimoyas am Baum.

 

Da es keinerlei Straßenschilder gibt, hätten wir fast die Black Rocks nicht gefunden. Eine wunderschöne Ansammlung schwarzer Felsen im Meer von Wellen umtost. Hierher kommen alle Touristenbusse und Taxis. Ein kleiner Markt - Verkaufsstände für Bekleidung, ein Hähnchengrill, eine Bar, Früchteverkauf, ein Stand mit Kokosnüssen, zum Trinken für den schnellen Durst. Sehr zur Freude des netten Verkäufers trinken wir etwas, eine Kokosnuss gar ohne Strohhalm, was wohl sonst nie vorkommt. Der Saft schmeckt vorzüglich und auf die Frage, ob man denn jetzt innen noch etwas essen könne, öffnet er die Kokosnuss mit der Machete. Jetzt kann man das glibberige Innere auslöffeln.

Wir machen Halt an einem kleinen Supermarkt in einem Dorf. Das Mittagsmenü: Sardinen aus der Dose, Snickers, Kartoffelchips und Nüsse. Nebenan auf dem Fußballplatz sitzen Ziegen auf der Tribüne und freuen sich an ihrem schattigen Plätzchen. Am Ende der Straße ein Autoschrott-Händler – hier sind einige der Autos schon mit einem grünen Teppich überzogen.

 

Weiter geht es auf die andere Seite der Insel, die mehr ebene Fläche und Wald hat. Viele kleine Dörfer, die noch frei von touristischen Besuchen sind, da sie etwas fernab der Hauptstadt Basseterre liegen. Fährt man von der Hauptstraße ab und auf einer der kleinen Straßen in ein Dorf hinein, löst man etwas Erstaunen aus - „Was machen die denn hier??“

Kurz vor Basseterre dann doch noch die unvermeidlichen Hotelburgen in Aussichtslage und am Meer. Nach vielen weiteren herrlichen Ausblicken und langer Suche dann ein Bad in der Turtle Bay. Keine Turtels, aber schönes warmes salziges Meer.

 

Zurück an Bord. Schnell duschen und ab zum Gruppenfoto und zum Galaabend. Zurück auf dem Schiff hören wir die begeisternden Berichte von denjenigen aus unserer Gruppe, die sich an diesem Tag ins Wasser begeben hatten – das Schwimmen mit den Delphinen war sicherlich ein ganz besonderes Erlebnis.

Ein schöner, ausgefüllter Tag.

Domenica – ursprüngliche Natur, über und unter Wasser

 

Lydia beim „Snorkeling“ - einfach nur überwältigt. Eine Reise unter die Wasseroberfläche am Champagner Riff auf Dominka. Eine Wunderlandschaft wie vom Künstler geschaffen. Ruhige Sandböden mit unterschiedlichen Muster wechseln sich ab mit bewachsenen Felsen und „Kieselsteinböden“. Die herrlichsten hohen orangen Röhren wachsen hier in Horsten dicht  beieinander und sehen aus wie Riesenmakaroni-Kolonien. Dazwischen Korallen mit weißen Enden, riesige braune Bechergeäste, die aussehen wie Runde Tulpenblüten, Fächerkorallen, die sich im Wasser wiegen und hunderte von schwarzen stacheligen Punkten, den Seeigeln.

 

 

Dazwischen Fische in allen Farben und Größen. Ich kannte Kugelfische, Papageienfische, Schmetterlingsfische, Buntbarsche, Muränen ….

 

Auf dem Wasser schwebend, ganz ohne Anstrengung kann man ganz für sich alleine diese Pracht bewundern. Die Brille macht klare Sicht bis 15 Meter Tiefe und das Atmen über den Schnorchel ist ganz einfach. Man schwebt als Besucher in einer Unterwasserwelt, die sehr rege ist. Die Fische schwimmen, fressen, zanken sich … Immer wenn man mal oben nach den anderen schaut, ob sie noch da sind, findet man beim erneuten schnorcheln wieder andere Fische  vor. Besonders schön, mitten in einem Fischschwarm zu schwimmen, umringt von vielen neugierigen kleinen Fischen, für die man jetzt der Besucher ist, der bestaunt wird. Einigem, die mit dabei waren, haben berichtet, sie wären von den Fischen bestupst worden.

 

Ich wäre am liebsten Neptuns Frau geworden, um diese wunderbare Welt nicht wieder verlassen zu müssen.

 

 

Einige andere auch beim schnorcheln, andere am Strand, und für einige ging es zu Land und Leuten, durch Dörfer und in den Regenwald.

 

Schon vor dem Start ein Beispiel von Gastfreundschaft: Der Polizist am Hafeneingang sucht im Internet nach einem Autoverleiher für uns und lässt uns mit seinem Handy telefonieren – das sei schließlich günstiger als ein Gespräch mit unserem. Unser Fahrzeug auch Besonderes – ein betagter All-Rader, anscheinend gerade aufgefrischt mit neuen alten Teilen vom Fahrzeugschrottplatz des Vermieters … Aber er tut seine Dienste.         

 

Schnell sind wir im Regenwald. Dichter Bewuchs, riesig hohe Bäume, Bambus-Dickicht, Baumfarne, Pflanzen aller Art drunter und drüber, bunte Blüten. Ein Durchkommen im Wald gibt es nur mit Machete – die haben wir nicht, deshalb wandern wir ein Stück eines Fahrweges. Dann irgendwo im Wald einige Häuser, eine kleine Bar, gleich daneben die Polizeistation. Ein kreolisch zubereitetes Hühnerbein und ein süßes lokales Getränk namens Seaseed, tatsächlich aus Meeresgetier zubereitet, muss man auch mal probieren. Später im Wald eine Kakaonuss entdeckt – die Kakaobohnen so natürlich nicht essbar, aber das süße Fruchtfleisch. Lecker.

 

Groß ist auch diese Insel nicht, aber die Strecken sind weit. Immer wieder geht es hinein in Schluchten, hinauf auf Berge, wieder hinunter ans Meer. Schließlich bewegt man sich ja auf einem Vulkan. Auf kürzeste Distanz ist man immer wieder mal an der Küste, und dann gleich wieder mehrere hundert Meter weiter oben, im Schneckentempo, wegen der vielen Kurven und der fast im Überfluss vorhandenen großen tiefen Schlaglöchern in der Straße. Immer wieder herrliche Ausblicke, in den Wald hinein, in den Dörfern, hinunter aufs Meer.

 

An einer Häusergruppe entdecken wir an einem Baum eine Frucht, die bei uns als Sternfrucht verkauft wird. Bei uns kaum essbar, eher Dekoration – hier lecker, saftig, süß-sauer. Wir schauen noch staunend auf die Früchte, da kommt die Bewohnerin des nebenstehenden Hauses. Sie meint, wir könnten gerne welche essen, uns Früchte vom Baum nehmen, nicht die runtergefallenen, und holt uns dann mit einem Stock von weiter oben die richtig reifen Früchte zum probieren. Sie selbst würde Marmelade und Saft davon machen.

 

Weiter auf der Küstenstraße durch kleine Dörfer. Weit unten am Abhang eine Kirche – wir fahren hinunter. Leider geschlossen. Ein älterer Herr zeigt uns, wo wir von den Seitenfenstern aus etwas hineinschauen können. Wie es sich herausstellt, ist er einer der Bewohner der karibischen Inseln, der Arawaken, die einmal das gesamte Gebiet bevölkerten, und von denen – nach den mörderischen Kolonialzeiten der Europäer auf den Inseln – nur noch einige hundert leben. Meist sind diese jetzt im Kunsthandwerk tätig, machen Körbe oder Schalen und Masken aus Kalabassen, großen kürbisähnlichen Früchten, deren Hülle getrocknet, geräuchert und geschnitzt wird, und deren Inneres für medizinische Zwecke dient. Er zeigt uns, was und wie er produziert. Leider können wir nichts mitnehmen, da wir für den Rückflug doch sehr begrenzte Limits haben werden.

 

So geht es weiter, den ganzen Tag. Man könnte endlos berichten, auch noch von einem Spaziergang durch die quirlige, bunte Hauptstadt der Insel.

 

Sint Maarten 

 

Morgens vor Sonnenaufgang tauchen die ersten Inseln wir Drachenrücken aus der etwas dunstigen See. Captain Sparrow könnte in der Morgendämmerung jeden Moment hinter einer Insel hervorkommen.

Der Himmel eine Orgie aus Wolken in allen Blautönen unterbrochen von ersten gelben Sonnenankündigungen, die die Wolkenränder leuchtend gelb färben. Ein zauberhaftes Schauspiel, 360 Grad Rundumblick. Der erste Fregattenvogel kommt in Sicht.

 

An Land die erste Begegnung mit der karibischen Mentalität. Freundliche Menschen allenthalben. Unser Auto wird nach mehrmaligen Anrufen endlich eine halbe Stunde später als bestellt zum Hafen gebracht. Zwischen unzähligen bunten mit allerlei Tand ausgestatteten Buden geht es hinaus aus dem Hafen Richtung Flughafen. Dort hinter dem Rollfeld ein kleiner Strand, vollkommen überbevölkert mit Menschen und Strandbars, die auf startende und landende Flugzeuge waten, die kaum 20 Meter über den Strand donnern. Wer´s mag??

 

 

Die Insel erweist sich als hügelig, mit vielen schönen Aussichten auf Buchten mit vielen weißen Segelbooten und türkisblauem Meer. Es geht langsam voran, auf der einzig richtigen Straße rund um die Insel, wo sich folglich aller Verkehr trifft. Obwohl recht klein ist die Insel zur Hälfte französisch, zur anderen Hälfte holländisch. Wir fahren durch Marigot, die kleine Hauptstadt des französischen Teils Richtung Norden. Das kleine Städtchen ist geschäftig und die Häuser der Bewohner kommen recht einfach daher. Teilweise sehen wir Wellblechhütten. Alles sehr kleinräumig, kaum Gärten. Eher ein bisschen trist, wenig fröhliche karibische Stimmung.

 

Wir folgen dem Schild „beach“ hinter dem Flughafen der französischen Seite der Insel und gelangen über einen Hügel an einen wunderschönen Strand. Karibik pur, wie aus dem Katalog. Das Meer ist warm und türkisfarben, der Strand gepflegt und feinkörnig. Im Wasser schaukeln einen die Wellen angenehm und man kann genüsslich die Abkühlung genießen, während man auf Berge, Kokospalmen, Schiffe und Strand schaut. Das ist Karibikfeeling. Auf dem Rückweg entdecken wir eine ganze Leguankolonie, alle Tiere wenig scheu, eher neugierig.

 

Weiter auf der Rundstraße Richtung Philipsburg kommen wir am Schmetterlingsparkt vorbei. 47 Arten sind hier zu finden. Aber auch die freie Natur geizt nicht mit Schmetterlingen. Noch nie haben wir so viele Schmetterlinge gesehen. Wenn man auf Blütenbüsche schaut, flattern hunderte weiße, orange und rotbraune Falter in allen Größen durch die Luft. Ein hübsches Schauspiel.

Halt am Früchtestand an der Straße. Wir entscheiden und für Mango. Tiefgelb, saftig, voller Aroma und unheimlich kleckerig. Sehr lecker.

 

Wir fahren an einem Salzsee vorbei, durch viele kleine Dörfer mit kleinen Hotels und einfachen Häuschen und Hütten. Zurück in Philipsburg geht es durch die Stadtmitte. Lädchen schmiegt sich an Lädchen, einen unendlich lange schmale Einkaufsstraße mit sehr einfachen günstigen Waren, meist „made in India.“

Noch ein karibischer Kaffee in der Strandbar mit herrlichem Blick auf den Hafen. Große Kanne, dünner Kaffee, aber wohlschmeckend und es geht zurück auf unser Schiff. Es liegen noch drei weitere vor Anker.

Genua – hier wurde Columbus geboren

 

Im Hafen liegt die MSC Orchestra. Höchst angenehm, keine lange Schlange am Check-In; wir können ohne Wartezeit direkt auf das Schiff. Mittagessen, Kabine beziehen, und ab nach Genua. Durch das alte Universitätsviertel, vorbei am Hauptgebäude mit den imposanten, freundlichen Löwen an der Treppe geht es in Richtung Dom. Zunächst durch die Gasse mit indischen, westafrikanischen und tunesischen Läden. Dann die Altstadt mit ihren engen Gässchen, kleinen Geschäften, über dem Kopf immer wieder Wäscheleinen zwischen den Häusern. Mittendrin die sogenannte weiße Kirche auf der ersten Etage – auf der unteren gab es mal Händler und Geldwechsler, zwecks Finanzierung des Kirchenbaus. Dann der Dom mit seiner schwarz-weißen Marmorfassade, leider geschlossen.

 

Am Dom vorbei zum Haus von Christophorus Columbus, der ja in Genua geboren wurde – schließlich sind wir ja unterwegs auf seiner Entdecker-Strecke. Kleine Pause im Eissalon, heiße Schokolade, die man wirklich so nennen kann. Weiter durch die kleinen Gassen der Altstadt, vorbei an vielen niedlichen Cafés und Läden bis zu den Kollonaden, die am Meer entlang zum Schiff zurückführen. Unterwegs noch am großen alten Segelschiff vorbei, ein Nachbau aus der Zeit der großen Entdecker-Reisen.

 

 

Marseille – die Hafenstadt

 

Mit dem Taxi geht es direkt vom Schiff in die Stadt. 20 EUR für vier Personen, das ist o.k. Der Taxifahrer hatte noch gute Tipps auf Lager. Zunächst auf den Fischmarkt am alten Hafen, wo eben die Fischerboote anlandeten. Viele bunte Fische, Muränen, Pulpos, Bonitos und Muscheln, die direkt ihre Käufer fanden. Obligatorisches Thunfischessen, fast alle haben probiert. 

Die nächste Station, das „Multikultiviertel“. Bunte Vielfalt. Geschäfte und Verkaufsstände mit leckersten türkischen, arabischen, tunesischen, marokkanischen und vielen afrikanischen Köstlichkeiten. Brot, Pizza, Kebab, Suppen, gefüllte Fladen, exotisches Obst und Früchte. Kleine Stärkungspause im tunesischen Caféhaus. Tee mit frischer Minze und dazu einige typische Spezialitäten. Gestärkt ging es weiter über den abwechslungsreichen Lebensmittelmarkt, den Berg hinauf Richtung Altstadtviertel. Unterwegs viele ausländische Läden mit attraktiven Abendkleidern mit viel Blingbling. Da schauten sogar die Männer mal hin.

 

In der Altstadt dann die schmalen Gässchen mit den so typischen schmalen Häusern, vielen Kunsthandwerkern, kleinen Cafés und Gemälden an den Häuserwänden. Eine ganz andere Welt. Dann hinunter zum Meer auf den riesigen Platz vor dem neuen Museum MUCEM. Alles ganz modern, gradlinig, sehr großzügig und im Gesamtbild mit der alten Kathedrale Major ein echter Genuss für die Augen, an einem so schönen Sonnentag mit allerschönstem blauen Himmel.

 

Zurück am Alten Hafen ging es mit dem Bus Linie 60 hinauf auf den Berg zur Basilica Notre Dame de la Garde. Unglaublich, durch welche enge Gassen mit unzähligen Kurven die Busfahrerin fuhr und  letztendlich heil oben ankam. Herrlicher Ausblick, 360 Grad, bei bester Sicht und bester Laune. Die Kirche, wie aus einem Guss, gerade ganz neu gerichtet. Ein Augenschmaus.

Noch ein kleiner Bummel über den Weihnachtsmarkt und ein letzter Kaffee am Hafen und dann mit dem Taxi zurück auf das Schiff.

 

Barcelona – Stadterkundung für Genießer

 

Vom Schiff aus geht es mit dem Linienbus bis zur Columbusstatue – oben auf der Säule steht er, und weist mit dem Zeigefinger in die Richtung, die wir mit dem Schiff einschlagen werden. Dann der obligatorische Bummel die Rambla hinauf, an der Oper und den alten Grand Hotels vorbei zum großen Markt. Unglaublich diese Auswahl von allem, auch die Qualität, ob Obst, Fleisch und vor allem Fischen und anderen Meerestieren. Viele noch fangfrisch und äußerst lebendig, manche bereits küchenfertig zerlegt. Ein paar Austern für Bernd, die Damen schauten lieber zu. Frittierte Mini-Tintenfische, frische Feigen und mit Nüssen gefüllte Datteln als kleiner Zwischensnack.

 

Dann auf zum klitzekleinen Lieblingscafé. Schöne bunte Glasscheiben, bildschöne Törtchen und immer freundliches, gut gelauntes Personal.

 

Nächster Stopp das Gaudihaus Baillo. Ein wirklich interessantes und gut durchdachtes (vom Ambiente, über die Technik bis zu den Materialien) Gebäude, das fasziniert. Auch hilfreich, das Headset mit den passenden Informationen. Wunderbarer Blick über die Stadt von der Dachterrasse. Weiter durch das gotische Viertel Richtung Kathedrale. Dort Mittagspause in unserer Lieblings-Tapas-Bar. Dutzende von leckeren Tapas, die die Wahl zur Qual werden lassen.

 

Auf dem Rückweg netter Bummel durch die Altstadt mit kleinen Gässchen und Läden. Mit dem Bus zurück zum Schiff. Immerhin 9 Kilometer!

Teneriffa – Wein und Landschaft

Mit der ganzen Gruppe machen wir einen Ausflug mit dem MSC-Bus. Vom Schiff aus geht es über unzählige Serpentinen hinauf Richtung Lorbeerwälder. Herrliche Ausblicke auf verwunschene Landschaft wechseln sich ab mit waghalsigen Manövers des Busfahrers. Teils muss er drei mal zurücksetzen, um die Haarnadelkurven zu bewältigen oder rückwärts fahren, um einen anderen Bus passieren zu lassen. An verschiedensten Stellen herrliche Aussichtspunkte.

 

Danach geht die Fahrt hinunter zur anderen Seite der Insel. Wunderbar schäumendes Meer erwartet uns und eine kleine vorgelagerte Felsformation, auf der man hinaus zur tobenden Gicht laufen kann. Unendlich weiße Schaumkronen brechen über die den zerklüfteten Felsen zusammen und bilden einen herrlichen Ausblick am schwarzen Lavastrand. Im Restaurant an der Küste eine kleine Stärkung bei Ziegenkäse, Oliven und Wein. Dazu die typischen Kanarenkartoffeln mit Salzkruste (in Meerwasser gekocht) in leckerer roter Paprikasoße.

 

Wieder unzählige Serpentinen hoch zur Aussichtsplattform auf den Teide. Schneebedeckt liegt er vor uns und mutet an wie der Kilimanjaro. Der strahlende Sonnenschein und die hohen Temperaturen sind untypisch für die Jahreszeit, da eigentlich alles wolkenverhangen sein sollte. Ausnahmewetter für uns. Durch die riesigen Lorbeerwälder fahren wir nun hinunter zur alten Hauptstadt Lagos. Neben einer Kapelle für die Heilige Gottesmutter erobern wir die Markthalle und bewundern unzählige Kartoffelsorten, von denen die Teuersten 8 Euro das Kilo kosten, und exotische Früchte sowie zahlreiche Bananensorten und Kekse. Die quirlige Hauptstadt lädt nachmittags noch zu einem kleinen Bummel ein. Die Siesta ist großteils abgeschafft und so haben viele Läden den ganzen Tag über offen.

 

Flusskreuzfahrt auf der Seine - von Paris bis Honfleur

 

Reisebericht "Alabasterküste" 

 

"Die Alabasterküste"

Wir fahren von Rouen aus Richtung Dieppe und sehen von Weitem eine große eindrucksvolle Kirche. Wir können Sie nicht zuordnen, weder den Baustil, noch das Baumaterial, noch die Bauzeit. Erstaunen als wir näher kommen und die „Außenhaut“ der Kirche uns vor Rätsel stellt. Sie besteht aus Ziegelmauern unterbrochen durch große Flächen, die sich aus unzähligen unterschiedlichen Brocken zusammensetzt, die in ein Verputzbett eingeschlossen sind, so dass sie jeweils Quadrate ergeben, die dann, wie Ziegelsteine, aufeinander gemauert sind.

Ratloses Erstaunen. Unser Ziel ist Saint-Valery-en-Caux ganz im Norden der Normandie, an der sogenannten Alabasterküste. Wir fahren über grüne Felder und Wälder und treffen in den Dörfern immer öfter auf Häuser, die mit Material, wie an der Kirche, gebaut sind. Die Ecken der Häuser bestehen jeweils aus Ziegelsteine und die mittleren Teile, die nichttragenden sozusagen, aus den oft quadratischen „Steinen“.

In Valery angekommen die erste Überraschung. Der große Platz am Meer, neben dem Yachthafen, ist voller Tiere. Ochsen, Esel, Pferde, Schafe, Ziegen, Hasen, Tauben ….  Zuerst dachten wir an eine Viehauktion, doch dann stellt sich heraus, dass die Schönsten der Schönen gekürt werden und die Bauern Preise für die am besten bewerteten Tiere erhalten.

Danach ein kleiner Rundgang durch das Städtchen. Auch an den Fischern vorbei, die Schnecken, Flundern, Rochen und Krabben frisch gefangen verkaufen. Einige Fische schnappen noch nach Luft, die Schnecken kriechen gemütlich über die Theke …

Wir fahren weiter und versuchen am Wasser zu bleiben. Welche Überraschung, nur 300 Meter hinter dem Yachthafen endet die Straße in einer Sackgasse mit großem Parkplatz für Wohnmobile. Vor uns ein schöner Leuchtturm und rechts und links die „Alabasterküste“. Elegant und majestätisch ragen die steilen weißen Felsen aus dem Wasser und blenden fast im Sonnenlicht. Unter unseren Füßen grobes Kies bis zum Meer, das zu großen Teilen aus diesen seltsamen Steinen besteht, die wir als erstes an der Kirche gesehen haben. Das muss er also sein, der „Alabsterstein“.

Auf unserm Weg der Küste entlang noch viele reizende Dörfer und imposante Steilküsten. Höhepunkt, das Städtchen Etretat. Hier steht man am breiten Strand, rechts schaut man auf einen wunderschönen weißen Steilhang, der oben von Grün und einer schönen Kirche geziert wird. Links der sogenannte Elefant. Ein großer Durchbruch in der Steilwand lässt den vorderen Bogen wie einen Elefantenrüssel erscheine, der Wasser zu trinken scheint.

Ein herrlicher sonniger Tag mit vielen neuen Entdeckungen und die Lösung der Frage, was sich hinter der „Alabasterküste“ verbirgt.

Anmerkung: Neben den schmucken und sehr ungewöhnlichen „Alabasterhäusern“ sind auch Fachwerkhäuser in den Dörfern und Städtchen weit verbreiten. Sie stammen teils noch aus dem 15. Jahrhundert und faszinieren durch ihre Bauweise, meist nur horizontalen Balken und durch viele, teils sehr aufwändige Verzierungen.

Die Recherche für die Alabasterküste ergab folgende Lösung: Die Weißen Klippen bestehen überwiegend aus Kreide und Feuerstein. Unterhalb der Klippen findet man Geröll, das vom Absturz großer Felsbrocken herrührt. Die Erosion durch Regenwasser, das in die poröse Kreide eindringt, und Frost fördern den Zerfall dieser Geröllbrocken. Mit der Zeit wird dann die Kreide vom Meerwasser gelöst und fortgespült. Der schichtweise abgelagerte Feuerstein bleibt unterhalb der Felsen liegen. Er wird in der Meeresbrandung zu rundlichen Kieseln geschliffen, die häufig Bruchstellen aufweisen, die einen Blick auf den Feuerstein freilegen. Diese „Alabastersteine“ bilden die charakteristischen Kiesstrände an der Alabasterküste. Beim Hausbau und auch beim Kirchenbau wurde häufig Ziegel und Feuerstein verwendet. Da heißt, bauliche Teile die die Form vorgaben wurden mit Ziegeln gebaut. Verbleibende Flächen wurden, ähnlich wie beim Fachwerkbau, mit Feuersteinen gefüllt, die in Mörtel gesetzt wurden.
Wie entstand der „Elefant“ in Etretat? – Der „Rüssel“ besteht aus etwas härterem Kalkstein, der der rückschreitenden Erosion bis heute länger widerstanden hat.

Woher  kommt dann der Name „Alabasterküste“, wenn es gar keinen Alabaster gibt? Die Farbe! Die Farben der Steilküsten sind dem Alabaster sehr ähnlich.

 

 

Reisebericht IZMIR  Lydia, März 2015

Izmir – Damenausflug

Izmir hab ich gleich beim ersten Mal gemocht. Eine kleine kompakte Innenstadt, mit allem was man sich von orientalischem Flair erwartet. Dazu Menschen, die trotz tausender Touristen immer noch so freundlich sind, als ob man der Erste wäre. Gasfreundschaft und Gastgeschenke. Überall darf man alles probieren. Beim Feilschen wird man zum Freund, und wenn man sich verabschiedet, meint man man sei schon ewig gut Freund gewesen.

 

Mit fünf Damen aus dem Schiff heraus ins Abenteuer. Sehr netter türkischer Taxifahrer mit allerbester Beratung auf deutsch. Leider hatte er nur ein kleines Taxi, aber ein Freud mit einem Taxibus war schnell gefunden. Wunderbar alle sechs in einem Taxi, das hätten wir gar nicht erwartet.

 

Der Taxifahrer, ein kleiner knuffiger Knuddelbär, der mir gleich sympathisch war. Es geht los. Zuallererst auf den höchsten Gipfel von Izmir zum Alexander Castle. Vorbei an einem in Stein gemeiselten Attatürk. Danach ein kleines Hoch-plateau. Mitten drin eine Plastikschüssel mit frisch gebackenem dampfenden Brot. Hier musste etwas Interessantes sein! Ich rief schnell "stop!" und ließ den Taxifahrer anhalten. Zu dem Damen sagte ich, bitte aussteigen, hier wird Brot gebacken, das schauen wir uns jetzt an. Wir machten eine Wellblechhütte aus, nach zwei Seiten offen. Darin ein kugelförmiger Betonbrocken, aus dem es rauchte. Wie von mir vermutet, ein Steinbackofen, bei dem das Brot an die Wand geklebt gebacken wird. Hurra, was Interessantes!!

 

Die brotbackende Araberin war sofort auskunfts- und lächelbereit und freute sich sichtlich über unser Interesse. Sie hatte eine Haremshose an, die zwischen den Knien auseinanderging, eine Wollpullover und ein Kopftuch, das Mund und Augen frei ließ. Sie hatte ihre beiden Töchter dabei, es waren wohl Schulferien. Sie zeigte auf ein rundes Loch im Betonberg und machte verständlich, dass sie gerade Holz nachgelegt hätte und erst wieder backen könne, wenn es herunterbegrannt war. Kein Problem, in der Zwischenzeit trösteten wir uns mit einem Brotfladen. Er schmeckte köstlich. Dann der ersehnte Moment. Sie nahm drei Blechplatten und legte sie in den Ofen auf die Glut. Dann nahm Sie ein Handtuch und verwirbelte die Luft im Ofen, wie bei einem Saunagang. Danach zeigte Sie stolz zwei große Waschkörbe, die mit Hefeteigbällchen gefüllt waren. Rechts vom Ofenloch befand sich eine Vertiefung in der eine kleine Metallschale eingelegt war. Darin etwas Öl. Hierzu kam nun Sesam und zwei frische Eier. Das Ganze wurde dann mit den Finger zerklebbert. Sehr geschickt und ohne Glibberskrupel.

 

Dann ein Teigling in die linke Hand. Mit der Eimasse eingerieben und leicht ausgezogen. In die Mitte ein Loch gedrückt. Dann schnell zwischen beiden Händen auseinandergezogen bis zur passenden Größe und schnell an die Innenseite des Ofens geklebt. Das ging alles ganz fix. Wir waren inzwischen die besten „Freundinnen“ geworden und hatten uns ständig angelacht in den Arm genommen und Spaß gehabt Daher ihr Vorschlag, ich sollte doch auch mal ein Brot backen. Aber das ginge wohl nicht, ich würde mir ja meine Jacke schmutzig machen, bei den langen Ärmeln. Meine Begeisterung ließ keinen Gedanken an eine dreckige Jacke zu. Ich schob die Ärmel hoch und badete die Hände im Eiergemisch. Sie gab mir einen Rohling und ich begann ihn schön zwischen den Händen auszuziehen, wie ich es bei ihr gesehen hatte und klatschte den Teig dann im Ofen an der Wand. Wunderbar, alles gelungen.

 

Nun aber Händewaschen an der Wasserflasche und warten bis das Bort fertig ist. Es schmeckte nochmal so gut wie das Erste und ich teilte es redlich mit allen Damen, die mich angefeuert hatten. Allein der Taxifahrer schaute immer wieder auf die Uhr und schüttelte den Kopf. Wie sollte er sein Programm durchbringen, wenn wir hier oben schon soo lange stehen geblieben waren.

 

 

Nach einem Besuch in der Fathi Moschee mit einen frisch gepresstem Granat-apfelsaft Ankunft im alten Basar von Izmir. Erst der Anstandsbesuch im schön gerichteten Touristenbasar, der Taxifahrer bestand darauf, und dann raus ins normale Leben. Ahndwerker, Essstände, Waren aller Art ... Vergnügen pur.

 

Nächster Höhepunkt der Toilettengang der Damen nach der Teepause. Ich ging gar nicht mit, schon gar nicht vorsorglich. Ich kenne genügend Toiletten in Izmir, die ich nicht mehr wiedersehn möchte.

 

Die Damen mussten wohl zwei Etagen Treppen steigen - mit fast unüber-windlich hohen Stufen, - um dann oben durch eine kleine Lücke rücklings in die Toilette zu gelangen, die aus einem Eimer zum Spülen und einem Loch im Boden mit zwei Tritten bestand. Die erste Dame legte gleich den falschen Hahn um, so dass die Toilette komplett geflutet wurde … Die Damen konnten sich gar nicht mehr beruhigen und es war ein fröhliches Erzählen und Lachen über diesen originellen Toilettengang. 

 

Bald wurden wir abgelenkt durch die wundervollen Abendroben in den Schau-fenstern. Mit Reifröcken, Rüschen, Stickereien und sehr raffinierten Aus-schnitten. Dazu viele kostbare Stoffe mit Pailetten und Stickereien. Wunder-schöne Sultanskostüme für kleine Jungs mit Hose, Hemd, Jacke, Hut und vielem sonstigen Zubehör...

 


Kommentare: 3
  • #3

    miumiu (Donnerstag, 01 Januar 2015 22:15)

    Eine Kreuzfahrtenreise ist alle die Beste Urlaub für mich. Es gab keine Stress mehr von dem Man, Kinder und der Familie, da alles besorgt sind. Es konnte man sich damit richtig entspannen und ausruhen.
    Ein Tipp, Man muss nicht alle Kleider mitnehmen, aber braucht unbedingt eine Jacker für Abend. Auf dem See ist auch im Sommer am Abend deutlich kälter als dem Land.
    Zum Schluss wünsche ich euch eine schöne Reise!

  • #2

    Miriam (Mittwoch, 10 Dezember 2014 20:50)

    Reiselust ist geweckt! :-)

  • #1

    Valerie (Mittwoch, 10 Dezember 2014 20:13)

    Es sind wirklich immer tolle Tipps dabei und die Reiseberichte einfach schön geschrieben! Da fühlt man sich gleich, als wäre man selber im Urlaub und hinterher kommt das Fernweh.
    Bis zur nächsten Reise!

Reisebericht Lydia Dezember 2014

 


 

 

Mit der MS Artania

von Phönix

ab Hamburg nach Rotterdam und Amsterdam - Dezember 2014

 

Zum Schiff: Ein nettes, freundliches, gemütliches Schiff. Unaufgeregt, deutsch-sprachig. Drei Restaurants mit bestem Essen und gutem Service. Offene Tisch-zeiten. Viel Spaß macht das Eisbecheressen im Buffetrestaurant. Vier Sorten Eis, vier Soßen, Sahne und acht Liköre machen es unmöglich, nur einen Becher zum Nachtisch zu kreieren. Viele Bars und Lounges, das Heck mit vielen Möglich-keiten, sich draußen aufzuhalten. Klärungsbedürftig noch das Raucherthema, werden doch viele der schönsten Aufenthaltsbereiche auf dem Schiff vom Rauch beschlagnahmt. Ein Schiff nur mit Außen- und Balkonkabinen, und doch größerer Kabinenvielfalt. Die Kabine mit Bett, das tagsüber zum Sofa wird und zusätzlichem Klappbett, kann nicht wirklich überzeugen, die größeren Kabinen mit "richtigem" Doppelbett schon, das Schiff insgesamt ebernso. 

Auch trotz hohem Seegang: keinerlei Unannehmlichkeiten, kein ächzendes Schiff, wie man oft so mit macht, sondern eine auffallend ruhige Fahrt. Das lag sicher auch an den neuen Motoren, die beim gerade abgeschlossenen Werftauf-enthalt der MS Artania eingebaut wurden. Der Bonner Reiseveranstalter Phoenix Reisen hat über 40 Millionen Euro in die Renovierung des Schiffes investiert. Geschäftsführer Benjamin Krumpen ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis. "Wir hatten mit der MS Artania bereits ein wunderbares Schiff, jetzt ist es noch schöner geworden. Jeder Euro hat sich gelohnt und wir sind sehr stolz auf das tolle Ergebnis."

Ein paar imponierende Zahlen zum Umbau:

4 neue Motoren und ein neuer Diesel-Generator mit insgesamt 43.234 PS Leistung - 152 neue Balkone inklusive Trennwände und Balkontüren - 

449 renovierte Passagierkabinen und Baderneuerungen mit Duschinstallationen - 10.621 m² neuer Teppich verlegt - 3.200 laufende Meter Teakholz an Deck erneuert - 1.936 neue Vorhänge in Kabinen und öffentlichen Bereichen - 2.448 neue energiesparende Wand- und Deckenleuchten in Kabinen und öffentlichen Bereichen - Über 1 Million geleistete Arbeitsstunden durch Werftarbeiter, Firmen und Besatzung - Durchschnittlich über 900 Arbeiter und Besatzungsmitglieder täglich an Bord ...

Die MS Artania geht jetzt auf große Weltreise. Wir wünschen gute Fahrt!

 

 

Rotterdam

Eine hochmoderne Wolkenkratzerstadt. So nah und doch so ungewohnt. Hochhäuser, die in das Grau des Himmels hineinwachsen und mit ihm verschmelzen, einen aber trotzdem nicht zur Ruhe kommen lassen, weil sie mit ihrer Architektur Aufmerksamkeit vom Betrachter verlangen. Hochhäuser, die so schräg gebaut sind, dass sie eigentlich auseinanderfallen müssten. Hochhauswürfel so ungewöhnlich aufeinandergesetzt, dass man sich fragt, wann einer herunterpruzelt.

Eine riesige, neu gebaute Markthalle, in ihrer Grundform ganz ähnlich der großen traditionellen Markthallen, innen ganz mit Früchten bemalt. In der Außenhaut Wohnungen, mit großen Fenstern und Balkonen nach draußen, aber auch mit Fenstern nach innen und damit mit Blick auf den Markt im Innern. Der Markt bietet alle erdenklichen Leckereien an unzählige Ständen.

Gleich gegenüber die Kubushäuser. Man wohnt in Würfeln, die auf der Spitze stehen. Von außen betrachtet Staunen angesichts der eigenwilligen Gebäude, und drinnen eher steile Treppen und sehr ungewöhnlich geschnittene Räume mit entsprechenden Möbeln. Im alten Hafen ganz in der Nähe liegen historische Schiffe, rundherum kleine Gaststätten.

​Immer noch die beiden größten Attraktionen beim Kreuzfahrt-Terminal: Die altehrwürdige Rotterdam, das Kreuzfahrtschiff aus dem Jahre 1959, jetzt als Hotelschiff genutzt und zu besichtigen, sowie das "New Yorker", das alte Abfertigungsgebäude der Holland America Line, in den alten Gemäuern jetzt ein Restaurant sowie ein Hotel mit sehr viel Atmosphäre - ein "Muss" für alle Rotterdambesucher.

Amsterdam

 

Gleich vor dem Hauptbahnhof liegt unser Amsterdam, wie wir es lieben und genießen. Unzählige wunderhübsche Häuser mit ihren verzierten Giebeln säumen die Grachten und viele viele Brücken und Brückchen laden ein, immer wieder die Straßen(Grachten)seite zu wechseln. Zuerst der Blumenmarkt. Blumenzwiebeln, -knollen und -ableger in allen Formen und Farben. Exotisches, Heimisches, in anderen Ländern Verbotenes (Hanfpflanzen) ... Herrlich bunt gemischte Straßenszenerien mit modern-stylischen oder altertümlich-gerümpeligen Bars, kleinen Lädchen und Cafès mit leckeren Kuchen und Törtchen, Schaufenstern mit allerlei "Hast-du-noch-nicht-gesehen", mitten hineingemischt in diese Vielfalt das "Rotlichtviertel" mit den besonderen Schaufenstern. Im Chinesenviertel dann gegrillte Pekingenten im Schaufenster - hier entschließen wir uns, in einem sehr typischen Lokal, das auch in Hongkong stehen könnte, einige der doch etwas fremd schmeckenden Leckereien zu genießen. Chinarestaurants, so weit das Auge reicht. Mitten drin ein riesiger Tempel, aufwändig und schön gebaut und gestaltet. 

 

 

FLusskreuzfahrt von St. Petersburg nach Moskau
auf der MS Ivan Bunin - Phönixreisen

Liebe Kreuzfahrtladies,

 

wir sind eben zurück und möchten doch noch ein paar Zeilen zur Flusskreuzfahrt von St. Petersburg nach Moskau schreiben.

 

Unterwegs haben wir mit dem Schiff unzählige Schleusen passiert und sind durch viele Seen gefahrten. Einer von ihnen, der Onegasee in Karelien, ist der größte See Europas. Mitten drin, die Insel Kischi, Weltkulturerbe, mit ihren wunderschönen Holzkirchen und 80 Holzhäuschen. Ein lebendes Freilichtmuseum sozusagen. Danach ging es in den Weißmeer-Ostsee-Kanal und dann über die Wolga nach Moskau.

 

Zwischenstation noch im Dorf Madrogi am Fluss Swir. Hier wurden von den besten Holzbaukünstern Russlands viele schöne wunderbar verzierte und bemalte Holzhäuser im alten Stil nachgebaut, in denen man die Herstellun der Kunsthandwerksprodukte kennenlernen kann. Hier werden Deckchen geklöppelt, Madruschkas bemalt, Bilder und Ikonen ausgestellt. Hier leben 150 Menschen, die für Gäste das alte Russiche Dorfleben wieder aufleben lassen. Ein Spaziergang am Fluss entlang durch den Birkenwald ist ein Erlebnis. Klare Luft, Stille und Einsamkeit.

 

Weiterer Haltepunkt, die Stadt Jaroslawl, eine der ältesten Städte Zentralrusslands. Wir waren auf eigene Faust unterwegs und haben so, das ganz normale Leben einer Russischen Großstadt für ein paar Stunden erleben dürfen. Interessant, dass es in Russland keine Schaufenster gibt, Kleine Türen, mit Schrift über der Türe und vielleicht einem kleinen Foto, können sich als große Kaufhäuser, Supermärkte oder Schuhgeschäfte entpuppen. .

 

Moskau. Ein riesengroße Stadt, die weit mehr zu bieten hat als den Kreml und die Basilius Kathedrale. Insgesamt 600 Kirchen befinden sich auf städtischen Gebiet, man hat das Gefühl, es seien mehr als in Rom. Die Kirche, meist mit den typischen Zwiebeltürmen in Gold sind innen oftmals wunderschöne bemalt und mit Ikonen geschmückt. Besonders schön, die Ikonostasen (Stirnseite) der Kirche, in denen auf seche Ebenen übereinander Adlige, Heilige .. abgebildet werden. Die Ikonostase hat meist drei Türen und bildet eine Zwischenwand zum Altarraum, der nur von Männern betreten werden darf.

Wunderschön der Kremel und die umliegenden Bauten bei Nacht. Unzählige teils riesige Hochhäuser im Zuckerbäckerstil, Metrostationen mit Marmor ausgelegt und mit Mosaiken verziert, das GUM - ein Kaufhaus für alle, die im neuen Russland reich geworden sind. Interessant die Vielfalt der Stadt. Von ganz historischen Märkten und Geschäften bis zum trendigen

 

Letzter Höhepunkt, das Wallfahrtskloster der Heilgen Dreifaltigkeit, rund 70 km nordöstlich von Moskau in der Stadt Sergijew Possad. Hier waren unzählige Pilger am Grab des Heiligen Sergius. Mitten drin, die touristischen Besucher aus aller Welt. Wunderschöne Kirchen, schöne Parkanlagen, Heiliges Wasser und leckeres Gebäck aus der Klosterküche.

 

Schöne Erlebnisse auf dem Schiff. Ein Chor, der russische Volkslieder einübte und dann eine kleine Aufführung für die anderen Gäste machte und ein Sprachkurs Russisch, der immerhin das Lesen der kyrillischen Schrift ermöglichte.

 

Wir werden Russland in bester Erinnerung behalten; die wunderbaren Klöster und Kirchen, die freundlichen hilfsbereiten Menschen, die herrliche Landschaft und die Faszination eines Landes im Umbruch.

 

 

 

 

Hier Reiseberichte von Lydia´s Fahrt mit der Costa neoRomantica von Amsterdam nach Spitzbergen im Juli 2014

 

 

Vogelinsel Honningsvag, Juli 2014

 

Schöne Einfahrt nach Honningsvag. Zum Frühstück die ersten großen Felsbrocken im Meer nebelumhangen. Dann immer mehr und immer klarer. Alles kommt näher und endlich ist der Hafen in Sicht. Boote, Boote, Boote und Häuser, die sich den Hang hinaufziehen. Der Sommer dauert hier nur 2 Monate, dafür wird es nie dunkel in dieser Zeit. Gestern waren es 23 Grad und sonnig, heute 11 Grad, leicht bewölkt.

Unser heutiger Ausflug mit Costa führt uns zur Vogelinsel. Die Landschaft auf der Hinfahrt mit dem Bus ist außergewöhnlich, tundraartig. Keine Bäume, viel Flechten, spärliches Gras, immense Weite und ab und an Rentiere. Sie gehören den ansässigen Samen und wer ein Tier verletzt oder anfährt muss den Gegenwert ersetzen. Schöne Seen überall, die Ruhe und Struktur in die Landschaft bringen, herrliche Aussichten.

Dann Ankunft am Hafen Ein uraltes Fischerboot wartet auf uns. Nichts wie rein und, es ist recht frisch, die vorgehaltenen Thermoanzüge übergezogen. Los geht es in die wogenden Wellen. Erste Anzeichen Seekrankheit. Nach kurzer Tour, die ersten Nistplätze. Abertausende Vögel auf dem Wasser, in der Luft und in den Nistplätzen an den schroffen Felsen. Leicht zu erkennen an den weiß verkoteten Stellen.

Drei Seeadlerarten kreisen dazwischen von Felsvorsprung zu Felsvorsprung. Niedliche Papageientaucher mit wunderschönen bunten Schnäbel tauchen possierlich vor uns in die Tiefe. Bis zu 200 Meter tief können diese Vögel tauchen. Die schwarzen Kormorane heben sich von den weiß verkoteten Felsen ab und stehen schlank und elegant auf ihrer Insel. Seeschwalben, Möven und eine den Pinguinen verwandte Vogelart ergänzten das Vogelensemble. Hin und wieder streckte eine Robbe ihren Kopf aus dem Wasser.

Dann der Höhepunkt! Kurz vor der Rückkehr in den Hafen, Schwanzflossen in Sicht. Delphine … weit gefehlt. Kleine, junge Wale umkreisen unser Boot. Tauchen unter dem Schiff durch und haben ihren Spaß daran mit dem Schiff um die Wette zu schwimmen. Wir stehen ganz vorne am Bug und die Wale schwimmen minutenlang direkt unter uns im kristallklaren Wasser, unterbrochen von den wunderschönen Wasserfontänen beim Atmen. Die Jungwale waren ca. 3 Meter lang und schwarz mit weißen Streifen, später werden sie ganz schwarz sein.

Lydia, www.frauenkreuzfahrten.de

 

Tromso

 

Tromso ist eine kleine, sympathische Stadt mit netter Fußgängerzone, vielen Cafés und netten Läden. Wir hatten eine Ausflug gebucht und waren in einer Huskiesaufzuchtstation. Die Besitzerin hat schon beim größten Hundeschlittenrennen in Alaska über 1800 km durch Eis und Schnee teilgenommen.

Wir hatten tolles Wetter, bei ca. 23 Grad. Die Anfahrt mit dem Bus war wunderschön. Herrliche Landschaften, verträumte Häuser, blühende Blumen und dieses wunderbare Licht. Beeindruckend die über 300 Hunde. Lautes Gebell beim Eintreffen der Busse, alle Hunde handzahm, warteten darauf gestreichelt zu werden. Besonders drollig die Kleinen. Immer quirlig unterwegs und einfach zum knuddeln.

Das Polarmuseum in Tromso bot einen Überblick über die Jagd auf Robben, Wale und Seebären hier oben im Norden. Ein kurzer Besuch in Tante Inge´s Café bescherte einen überaus leckeren Karottenkuchen.

Wir werden Tromso wieder im Winter besuchen um die Nordlichter zu sehen.

Lydia, www.frauenkreuzfahrten.de

 

 

 

Von Amsterdam nach Basel
mit der MS Gloria von Phönix-Reisen
2014

 

Das spannendste auf der regnerischen Tour von Amsterdam nach Basel auf der wunderschönen MS Gloria war der Königstag in Amsterdam.

Hier ein paar Zeilen:

 

Samstag 26.04.2014. Gerade mit dem Zug angekommen und aufs Flussschiff eingecheckt. Schon in der Bahn der Hinweis der niederländischen Schaffnerin. „Heute ist Königstag. Der König hat zwar erst morgen Geburtstag, aber morgen ist Sonntag, da wird nicht gefeiert." (??)

Umsteigen in Uetrecht. Ach du lieber Himmel. Orange soweit das Auge reicht, der Bahnhof ist voller als in Köln am Rosenmontag. Alle wollen nach Amsterdam, Königstag feiern. Die wildesten Kostüme und Accessoires, natürlich alle in Orange. Sonnenbrillen, Hüte, Krönchen, T-Shirts, Federboas …

Das Wetter ist noch schön in Amsterdam. Warm und sonnig. Die Grachten sind überfüllt mit lärmenden Partybooten auf denen auf engstem Raum gefeiert und getanzt wird. Man möchte sich nicht vorstellen, wie viele zu angetrunkener Stunde ins Wasser fallen.

Auf den Straßen Stände und Flohmarkttische vor jedem Haus. Jeder hat seinen Kram aus dem Keller geholt und Kuchen gebacken oder Brötchen geschmiert. In den Geschäftsstraßen strömt Bier aus allen Kneipen und Cafés und jeder hat einen Plastikbecher voll Bier in der Hand. Nett, gemütlich und ausgelassen.

Zwei Stunden später. Die Straßen sind überfüllt und verstopft, kaum mehr ein Durchkommen. Es riecht nach Bier und die Menge wogt durch die taumelnden Bewegungen der Zuvielbiertrinker. Hin und hergeschubst kämpft man zudem mit den Massen von leeren Bechern, Tüten und Verpackungen unter den Füßen. Man wünscht sich nur eins, „Ich will hier raus!“

Samstag 26.04.2014 16.00 Uhr Amsterdam. Gerade mit dem Zug angekommen und auf´s Flussschiff eingecheckt. Schon in der Bahn der Hinweis der niederländischen Schaffnerin. „Heute ist Königstag“. Der König hat zwar erst morgen Geburtstag, aber morgen ist Sonntag, da wird nicht gefeiert! (??)

Umsteigen in Uetrecht. Ach du lieber Himmel. Orange soweit das Auge reicht, der Bahnof ist voller als in Köln am Rosenmontag. Alle wollen nach Amsterdam, Königstag feiern. Die wildeste Kostüme und Assesiores, natürlich allein Orange. Sonnenbrillen, Hüte, Krönchen, T-Shirts, Federboas …

Das Wetter ist schön in Amsterdam. Warm und sonnig. Die Grachten sind überfüllt mit lärmenden Partybooten auf denen auf engstem Raum gefeiert und getanzt wird. Man möchte sich nicht vorstellen, wie viele zu angetrunkener Stunde ins Wasser fallen.

Auf den Straßen Stände und Flohmarkttische vor jedem Haus. Jeder hat seinen Kram aus dem Keller geholt und Kuchen gebacken oder Brötchen geschmiert. In den Geschäftsstraßen strömt Bier aus allen Kneipen und Cafés und Jeder hat einen Plastikbecher voll in der Hand. Nett, gemütlich und ausgelassen.

Zwei Stunden später. Die Straßen sind überfüllt und verstopft, kaum mehr ein Durchkommen. Es riecht nach Bier und die Menge wogt durch die taumelnden Bewegungen der Zuvielbiertrinker. Hin und hergeschubst kämpft man mit den unendlichen Massen von leeren Bechern, Tüten und Verpackungen unter den Füßen. Man wünscht sich nur ein, „Ich will hier raus!“

 

Liebe Grüße für heute

Freitag, 05.05.2014

Lydia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lydia Häufele

Freizeit und Touristik GmbH

Nachtigallenweg 20

53501 Grafschaft

Hotline 02641/205071